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Podiumsdiskussion auf der XX. Rosa-Luxemburg-Konferenz 2015 in Berlin, 10.01.2015

Oskar Lafontaine, “Frieden statt NATO”,  Junge Welt, 08.01.2015

Willy Wimmer, “Gegen jeden Terror”, JungeWelt, 09.01.2015

zur Aktualität (2015) von sozialitischer Revolution, Proletariat, Arbeiterbewegung, Klassenkampf etc: Der Professor und das Proletariat (Georg Kümmel, 02.01.2015)

Peter Gauweiler, “Souveränität, Bündnisloyalität und mehr Verantwortung in der Welt, Sinnhaftigkeit und Grenzen von Bundeswehreinsätzen im Ausland”, Rede, 04.06.2014

Arnold Schölzel,  Barbarenstablität, Junge Welt, 09.01.2015:

“Das Attentat in Paris und der Westen

Von Arnold Schölzel

Die beiden Massenmörder, die unter Jubelrufen über einen Gott und dessen Größe in Paris am Mittwoch zwölf Menschen umbrachten, setzten den Zivilisationsbruch fort, den Kriminelle ihrer Art an vielen Orten der Welt täglich zelebrieren. Es sind Barbaren.

Bemerkenswert erscheint, dass die Blutsäufer sich für ihre Tat eine kritische linke Zeitschrift aussuchten, nicht gesellschaftliche oder staatliche Symbole. Sie ließen einen Staat in Ruhe, der die Barbarei der westlichen Weltordnung permanent demonstriert. Der Krieg gegen Libyen 2011, den der damalige Präsident Nicolas Sarkozy vom Zaun brach, kostete Zehntausenden Moslems das Leben. Anlass für die Attacke mit Unterstützung von USA und NATO war mit hoher Wahrscheinlichkeit die Tatsache, dass Libyens Staatsführer Muammar Al-Ghaddafi Sarkozy mit einer Spende von 50 Millionen Euro die Wahl zum Präsidenten gesichert hatte. Eine der ersten Amtshandlungen des Sarkozy-Nachfolgers François Hollande waren die Feldzüge im mehrheitlich moslemischen Mali und in der Zentralafrikanischen Republik. Seit 2011 drängt Paris außerdem darauf, an die Spitze der Lenkung des Krieges in seiner ehemaligen Kolonie Syrien zu gelangen.

Begründet werden diese Kriege mit dem, was »westliche Werte« genannt wird. Auf die sei in Paris ein Anschlag verübt worden, erklärte die deutsche Bundeskanzlerin kurz nach dem Attentat. Dabei war es nur in bezug auf Datum und Uhrzeit ein Zufall, dass das deutsche Kabinett unter ihrer Leitung ungefähr zur selben Minute, als in Paris gemordet wurde, beschloss, den Einsatz deutscher »Patriot«-Raketen zum angeblichen Schutz der Türkei vor Syrien bis zum Januar 2016 zu verlängern. Die Hilfe gilt einem Regime, das z.B. Ende März 2014 Terrorbanden ermöglichte, die syrische, christlich-armenische Grenzstadt Kessab anzugreifen. Es war die von einem Sympathisanten der Muslimbrüder regierte Türkei, die dort ein Flugzeug der syrischen Luftwaffe abschoss. Es ist das NATO-Mitglied Türkei, das logistisch und technisch den »Islamischen Staat« bis heute unterstützt. Jeder sucht sich seine Terroristen selbst.

Oder liefert ihren Finanziers in Saudi-Arabien oder Katar Waffen – wegen »Stabilität« (Merkel 2012). Dazu passt ein weiterer Zufall, der keiner ist: Laut dpa wird am heutigen Freitag vor einer Moschee im saudiarabischen Dschidda an dem Journalisten und Blogger Raif Badawi eine Strafe vollzogen, zu der er neben zehn Jahren Haft und Zahlung von umgerechnet fast 200.000 Euro im Mai 2014 verurteilt wurde: 1.000 Peitschenhiebe. Laut Amnesty International soll sein Vergehen darin bestanden haben, ein öffentliches Forum für Debatten geschaffen zu haben. Ein »Werte«aufschrei war nicht zu hören.

Warum auch? Die Attentäter von Paris sind das Spiegelbild solcher »Stabilität«. Deren Gehalt ist die Tendenz zu Autokratie und faschistischer Herrschaft, die globale gesellschaftliche Spaltung mit barbarischen Mitteln.”

Jürgen Rose, Friedensmacht und Verteidigungsunion, Überlegungen zur europäischen Sicherheitspolitik aus deutscher Perspektive, Vortrag, 23.11.2014

Lutz Unterseher, Modell europäischer Streitkräfte, Vortrag, 23.11.2014

Papst Franziskus, Apostolisches Schreiben EVANGELII GAUDIUM, Rom, 24. November 2003

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