Gruppe Karl Liebknecht – GKL

Gruppe Karl Liebknecht – GKL

Warum strategische Planung unter dem Namen Karl Liebknechts?

Karl Liebknecht ist bekannt und wird von der Linken/LINKEN in Deutschland zu Recht für sein Nein zu den Kriegskrediten im Dezember 1914 geehrt.  Karl Liebknecht und seinen Antimilitarismus auf dieses Abstimmungsverhalten zu reduzieren, ist aber sehr eindimensional. Karl Liebknecht war vor allem und zu allererst sozialistischer/kommunistischer Revolutionär, dessen Kampf konsequent gegen den inneren und äußeren Militarismus und den Bellizismus des Kapitalismus gerichtet war. Karl Liebknecht war zugleich im Kampf gegen den Imperialismus und dessen Kriege sozialistischer Internationalist. Dabei war er mitnichten Pazifist. Seinen Antimilitarismus verband er – wie der Spartakusbund insgesamt – offen und explizit mit der Abschaffung des stehenden Heeres und der Forderung nach dem Aufbau von  Arbeitermilizen und einer Roten Garde gegen die bewaffnete Konter- bzw. Gegenrevolution.

Vor dem Hintergrund des möglichen Wahlsieges von Syriza in Griechenland im Januar 2015 und im Vorfeld des 100-jährigen Gedenkens der dramatischen und traumatisierenden Ereignisse, Kämpfe und Niederlagen der Revolutions- und Bürgerkriegsjahre 1918 – 1923 kann es für die Linke/LINKE nur von Nutzen sein, auch diese revolutionär-sozialistische Dimension Karl Liebknechts wiederzuentdecken, kritisch zu reflektieren und Lehren aus dem Scheitern des Versuches zu ziehen, die Novemberrevolution 1918  zur sozialen/sozialistischen Revolution im Rahmen der sozialen/sozialistischen Weltrevolution weiter zu entwickeln. Eine Ursache des Scheiterns lag offensichtlich im Mangel an schlagkräftigen organisatorischen Strukturen und eine weitere am weitgehenden Fehlen strategischer Konzepte und Planung.

Die Namensgebung “Gruppe Karl Liebknecht – GKL” verbindet die Notwendigkeit strategischer Planung heute mit dem kritischen und lernenden Blick auf sämtliche Dimensionen des Sozialisten Karl Liebknecht, seine Stärken und Schwächen, seine richtigen und falschen Entscheidungen vor und in der Revolution 1918/1919.

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